Reise nach Guinea Februar 2008

6. Mai 2008 von Amadou Yombo Diallo

Kurz und erfolgreich war die Reise nach Guinea.

Mit meinem Freund Henk Slagmann wollten wir diesmal Wasser für die anderen Dörfer um Misside suchen um weitere Brunnen zu bauen. Mit der Wünschelrute konnte ich in zwei Dörfer Wasserader finden. Dank Unterstützung von meinen Freund startete bereits am 14. März der Bau des ersten Brunnen in Madina.

Im Anschluss weihten wir mit den Dorfbewohnern und zwei angereisten Ärzten die Krankenstation ein. Aus Deutschland hatten wir von den dresdner Apothekern reichlich Medikamente mitgebracht. Einer dieser Ärzte wird drei Mal die Woche die Menschen die von bis zu 20 km herkommen, medizinisch versorgen.

Mittwoch den 6. Februar 2008 konnten wir den Unterricht in Misside mit erleben. Für die Besten hab es Mundharmonikas, Puppen und Plüschtiere. Für die Schule hatten wir 60 Sachbücher, ein Mikroskop für den Biologieunterricht, Hefter, Kreide und 5 Damenspielbretter. Anschließend wurden wir zu gemeinsamen Schulspeisung eingeladen. Diesmal gab es Reis mit Ziegenfleisch und Soße. Es war lecker. Diese Errungenschaft wurde ermöglicht dank Spendengelder anlässlich des 15 jährigen Jubiläum der KOMSA AG in Hartmannsdorf.

Als Dankeschön erhielt ich viele Briefe zum mitnehmen als Gruß für alle hier. Bilder der Reise gibt es hier.


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Neue Informationen 2007/2008

4. Januar 2008 von Amadou Yombo Diallo

Die vielen Aktionen hierzulande galt es nun vorort in Guinea umzusetzen und weiterzuführen.

Der Container war mitte September in Conakry eingetroffen und alles konnte heil und vollständig bis zu meiner Ankunft in einem privatem Depot zwischengelagert werden. Mit einem Miet-LKW wurden die Güter dann in 3 Etappen transportiert - Start in Conakry->Kindia->Telimele->Misside- alles ca. 300 km und die Reise hat fast 2 Wochen benötigt. Es ist Regenzeit, die sich dem Ende neigt, und somit waren die Pisten holperig und ausgespült. Für die Menschen dort sind es Strapazen wie gewohnt bei mindestens 33 Grad Wärme. Für das Auge jedoch bot sich zu dieser Jahreszeit eine malerische Landschaft mit Reis-, Erdnuss-, Mais- und Foniofelder - es wird sicher eine gute Ernte geben.

So erreichte ich Misside um die vielen Sach- und Geldspenden von KOMSA Mitarbeitern, vom Glauchauer Krankenhaus, Schülern aus Sachsen und Usedom und Engagierten aus Sachsen persönlich zu überbringen.

Für die, die Kleidung gespendet haben, so konnte ich die zahlreichen Kartons in der Dorfgemeinde verteilen und jedes Kleidungsstück fand einen neuen Träger und bereitet Wohlgefühl.

Für die, die Technik unterstützen, die 1. Glühlampe hat im Dorf Misside dank eines Generators geleuchtet.

Für die, die diverse Schulmaterialen gesendet haben, für das Schuljahr 2007-08 sind die Schüler prima ausgerüstet.

Für die, die Spielsachen mitgeschickten, hiermit habt Ihr viele Kinderherzen erfreut, denn damit waren einige zum ersten Mal eine kleine “Puppenmutti” oder ein “Baggerfahrer”.

Für die, die Medikamente und Ausrüstung zur Ausstattung der Krankenstation gespendet haben, die Freude und Hoffnung der Menschen ist groß, denn diese Medikamente z.Bsp. geben das Vertrauen auf ihre Wirksamkeit. Ihre Herkunft aus Deutschland ist sicher, denn auch dort hat man schon negative Erfahrung mit unsauberen Präparaten gemacht.

Für die Station selber konnten noch ein Bett mit Matratze, ein Arbeitstisch und Wartestühle angeschafft werden. Nun gilt es noch einen zuverlässigen Arzt für eine Betreung vorort zu finden, die Chancen sind nicht schlecht.

Über die Entwicklung der Schule habe ich mich besonders gefreut. Der erste reguläre Abgang von Schülern ist erfolgt mit 66% bestandenen Prüflingen und hat damit den 2. Platz in der Region belegt! Mit viel Stolz berichteten die 2 Lehrer, die ich trotz der Ferien antreffen konnte, über die Lernfreude und Erfolge der Kinder. Begeistert nahmen sie auch die Idee mit der Schulspeisung an und halfen bei den Vorbereitungen. Die benötigten Utensilien wie 2 große Töpfe, Schüsseln, Eimer und Schöpfkellen wurden gekauft und werden dann zum Schulbeginn in Einsatz kommen. Mit den diesjährigen Aktionen haben wir alle wieder sehr viel erreicht! Vielen Dank!


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Fazit 2006

9. Dezember 2006 von Amadou Yombo Diallo

2006 war auch wieder ein erfolgreiches Jahr. Die Schule hat einen festen gut laufenden Plan mit 3 Lehrern mit 3 Klassenstufen. 50 Kinder lernen in der 4. Klassenstufe, 35 in der 3.Stufe und 29 in der Anfangsstufe. Die Jungs und Mädchen werden regelmäßig in Mathe, Französisch, Geschichte, Geographie, Naturwissenschaften und Sport unterrichtet. Mit viel Freude und Spaß lernen die Kinder in dieser schönen Schule.

Der im Februar fertiggestellte Brunnen hat entscheidend die Lebensqualität vor Ort verbessert. Ein weiterer Meilenstein war die Errichtung der Krankenstation im Nachbarort. Am 6. Mai war der erste Spatenstich der im feierlichen Rahmen in der gesamten Gemeinde begangen wurde. Anschließend wurden wieder mit eigenen Kräften Sand, Steine und Schaufeln organisiert. Jetzt Ende Oktober konnte Monsieur Sylla (der Baubeauftragte) den Schlüssel der Gemeinde übergeben.

Wir hoffen, dass auch Sie in diesem Jahr erfolgreiche Augenblicke zurückschauen können. Danke noch einmal für die zahlreichen Unterstützungen und Spenden.
Für das Jahr 2007 wir die Ausstattung der Krankenstation das Hauptziel sein.

Schöne Adventszeit wünscht allen
Amadou Y. Diallo


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Reise nach Guinea Februar 2006

19. März 2006 von Amadou Yombo Diallo

Mit vielen guten Nachrichten, Taschen voll Medikamenten, Geschenken, sowie Spendengeld mit der tollen Summe von 8162€ konnte ich im Februar nach Guinea reisen.

Bei der Ankunft in der Hauptstadt Conakry erreichte ich gleich den Minister für Gesundheit Herrn Dr. Sylla, der mir nach einem guten Gespräch seine weitere Unterstützung zugesichert hat. Bei angenehmen 30Grad Wärme reiste ich weiter nach Telimele, um dort die Herzen der Ärzte und Schwestern des regionalen Krankenhauses höher schlagen zu lassen. Medikamente,Verbands- und Operationsmaterialen im Wert von 1400€ wurden flink in raren Bestand übernommen und ich soll herzlich allen dafür danken.

Die dritte Station meiner Reise war das 40km entfernte Misside. Auch dort wurde ich herzlich begrüsst und gleich zum fertiggestellten Brunnen geführt. Natürlich lies ich es mir nicht nehmen, das Wasser gleich mal auszuprobieren und es war köstlich und herrlich kühl.

Wenn ich überlege, wie ich vor einem Jahr mit einer Wünschelroute die Wasserader geortet habe und anschliessend mittels Hammer und Meisel 12m tief tatsächlich wie vorhergesagt gefunden wurde …, ist das fantastisch. Anstatt der bisherigen 3km zum Fluss sind es jetzt nur noch 300m! Ich soll ausrichten, dass ein jeder, der vom Brunnen Wasser holt, seinen Segen für die hilfreichen Spender im fernen Deutschland gibt.

Bei der Versammlung mit den Dorfbewohnern aller umliegender Ortschaften wurden Pläne und Organisation für die Krankenstation besprochen und mit der Spendensumme werden 3 Räumlichkeiten entstehen. Die Anwohner werden auch hier den Bau wieder eigenständig voranbringen. Lange schon haben sie eine nahe ärztliche Versorgung gewünscht, denn der nächste Arzt ist 18km entfernt und das Krankenhaus steht in Telimele. Sie wünschen uns von Herzen alles Gute und sagen tausendmal Danke.

Mein nächster Schritt hier wird die Organisation der Ausstattung der Krankestation werden.

Viel Spass beim Anschauen der Bilder.


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Misside in Guinea

10. Dezember 2005 von Amadou Yombo Diallo

Amadou Yombo Diallo (Ehemann von der KOMSA Mitarbeiterin Antje Diallo) ist in Télimelé (Guinea) aufgewachsen und setzt sich ehrenamtlich für die Unterstützung des Dorfes Misside ein. Seine Projekte greifen direkt in Misside, ohne Verwaltung und Behörden. Unterstützt wird er dabei u.a. vom gemeinnützigen Trägerverein des Europäischen Gymnasiums Waldenburg, der KOMSA Kommunikation Sachsen AG, Dr. Axel Putzschke, La Mirada e.V. und den vielen Spendern, welche die Realisierung seiner Projekte ermöglichen.

Amadou Yombo Diallo:

In Kinder investieren, heißt für mich in die Zukunft investieren, denn Kinder sind das Beste, was wir haben. Deshalb sollte man für das Beste etwas schaffen, dass ihre Entfaltung und Entwicklung so gut wie möglich fördert, und das ist eine Schule! Es müssten allen Kindern alle Türen offen stehen, so dass sie ihre Chancen ergreifen können…

Lernen um sich selbst zu helfen

Dieser Überzeugung folgend startete Amadou Yombo Diallo im April 2003 einen Spendenaufruf für den Bau einer Schule im Dorf Misside um den Kindern und Menschen dort eine Grundlage für ein besseres Leben in der Zukunft zu schaffen. Im Februar 2004 war es schließlich soweit. Die organisatorischen Aufgaben waren beendet und die Spendensumme für den Schulbau erreicht. Der Bau konnte beginnen. Heute steht die Schule und bietet seit Februar 2005 in ihren 3 Klassenzimmern 120 Schülern einen Platz zum Lernen.

Wie geht’s weiter?

Mit der Fertigstellung der Schule wurde ein großer Meilenstein geschafft, doch die hygienischen Gegebenheiten vor Ort sind nach wie vor katastrophal. Die Wasserstelle ist 3 km entfernt und der umliegende Wald dient den Kindern und Menschen im Dorf als Toilette. Deshalb ist der Bau einer sanitären Einrichtung und die Bohrung eines Brunnens geplant, am vorhandenen Schulneubau wird eine Krankenstation errichtet. Die ärztliche Versorgung ist kaum möglich, da keine Sanitätsstation als Aufenthaltsmöglichkeit existiert.

Bitte Unterstützen Sie uns bei der Hilfe für die Menschen in Misside. Mit dem Bau einer Sanitätsstation werden die Bedingungen für die Menschen stark verbessert und auch Ärzten die Möglichkeit gegeben, den Menschen bei der Heilung von Krankheiten oder Verletzungen zu helfen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung im Namen von Amadou Diallo und allen Bewohnern in Misside.


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